Entwicklung von Windows Azure Websites mit PHP – Teil 1: Einführung zu Windows Azure

Von David Hainzl (Gastblogger) Autor Feed 27. February 2013 11:30

Herzlich Willkommen zurück bei meiner Tutorial-Serie! Freut mich, dass ihr wieder dabei seid. Deshalb möchte ich auch gleich losstarten:

 

Was kann ich mit Windows Azure jetzt alles machen?

Zuerst solltet Ihr das Management Portal öffnen (https://manage.windowsazure.com). Nach dem einloggen in euren Microsoft-Account öffnet sich die Verwaltungsoberfläche. Dazu benötigt ihr natürlich ein aktives Azure-Abonnement – solltet ihr die 90-Tage-Testversion noch nicht für euren Account aktiviert haben, so erledigt dies jetzt unter https://www.windowsazure.com/de-de/pricing/free-trial/.

Nach dem Einloggen findet ihr auf der linken Seite die verfügbaren Services, die ihr erstellen könnt:

•    Websites – Wie der Name schon sagt, ein kompletter IIS Webspace mit Wahlweise .NET 3.5 oder .NET 4.5 sowie optional mit PHP (5.3 oder 5.4). In diesem Tutorial werden wir mit diesen arbeiten!
•    Virtuelle Computer – Komplette Virtuelle Maschinen, wie man sie auch von anderen Programmen kennt. Ihr habt hier die Wahl zwischen diversen Windows- und Linux-Servern.
•    Mobile Services -  Eine Schnittstelle, um Cloud-Funktionalitäten (z.B. Online-Datenspeicherung, Authentifizierungsmethoden, Push-Benachrichtigungen) zu mobilen Apps hinzuzufügen – momentan werden Windows 8, Windows Phone 8 und iOS unterstützt (an Android wird derzeit gearbeitet)
Update 02.03.2013: Android ist jetzt auch verfügbar und kann für Mobile Services genutzt werden!
•    Cloud-Dienste – Ein Cloud-Dienst besitzt mehrere Ressourcen; Diese können in zwei Rollen eingeteilt werden: „Web Roles“ für Webanwendungen und „Worker Roles“ für rechenintensive Aufgaben.
•    SQL-Datenbanken – Auf MSSQL basierende Datenbanken (und –Server)
•    Speicher – Dienen dazu, verschiedene Datenformate in der Cloud zu speichern (Blobs, Tabellen, Queues)
•    Netzwerke – Zum Erstellen von Virtuellen Netzwerken, um sich mit verschiedenen Azure-Services zu verbinden
•    Service Bus – Bietet verschiedene Methoden, um Cloud-Services mit den eigenen Servern kommunizieren zu lassen
•    Mediendienste – Können dazu verwendet werden, um diverse Medien (z.B. Videos) On-the-fly in andere Formate zu konvertieren oder an Endgeräte zu streamen.
•    Active Directory – Bietet ein Virtuelles AD in der Cloud
•    Add-Ons – Dieser Punkt ist für uns momentan noch nicht relevant, da er momentan noch nicht für Österreich verfügbar ist.


Es kann sein, dass manche Menüpunkte bei euch nicht aufscheinen – das liegt daran, dass manche Features momentan noch nicht final sind (Momentan sind dies Mobile Services, Virtuelle Maschinen und Netzwerke). und explizit aktiviert werden müssen. Um dies zu bewerkstelligen, besucht das Azure-Accountcenter (http://account.windowsazure.com) und klickt auf „Vorschaufeatures“. Dort kann man diese Features mit einem Klick auf „sign up“ aktivieren.

Für weitere allgemeine Informationen zu Windows Azure empfehle ich (wieder einmal) die Beiträge von Toni Pohl und Martina Grom im TechNet Team Blog Austria (Schritt 1: Anmeldung, Schritt 2: Das Portal, Schritt 3: Kostenübersicht)

Jetzt aber zu den Websites!

Erstellen wir uns gleich einmal eine leere Website – wählt zuerst in der linken Navigationsleiste „Websites“ aus klickt anschließend links unten auf „Neu“. Dort wählt „Schnellerfassung“ (der Pfad Server/Website ist schon vorausgewählt). Hier könnt ihr einen Namen eingeben – dieser wird in der Spalte „Name“ angezeigt, außerdem kann man die Seite über diesen Namen erreichen (http://<name>.azurewebsites.net). Deshalb muss dieser auch einzigartig sein – ihr erhaltet ein kleines grünes Häckchen (wie am Screenshot unten zu sehen) neben dem Namen, wenn er noch verwendbar ist. Weiters könnt Ihr die Region und das Abonnement einstellen (Hinweis: Wenn man das Abonnement ändert, stellt sich die Region wieder auf „West US“ zurück). Klickt anschließend auf den Knopf „Website erstellen“!

 

Nach ein paar Sekunden ist die Website erstellt und aktiviert und ihr könnt sie schon ansurfen! Besucht http://<name>.azurewebsites.net und bewundert die tolle Beispielsseite Wink

 

Klickt nun auf den Namen der Website in der Übersicht, um auf die Detailseite zu kommen. Beim allerersten Mal wird sich vermutlich die Schnellstart-Seite ( ) öffnen. Die anderen Reiter im Überblick:

 

•    Schnellstart – Biete grundlegende Infos für die ersten Schritte. Die dort aufgeführten Punkte sind meist auch in den anderen Reitern vorhanden.
•    Dashboard – Die Startseite der Website (Wenn das Häckchen bei „Schnellstart beim nächsten Besuch überspringen“ gesetzt ist). Hier findet man auf einen Blick die aktuelle Verwendung, Verknüpfte Ressourcen (z.B. Datenbanken), Verbindungszeichenfolgen, die URL, usw.
•    Bereitstellungen – Dieser Reiter ist nur verfügbar, wenn man bereits eine Bereitstellung über eine Quellcodeverwaltung im Schnellstart-Reiter eingerichtet hat. Hier kann man Verbindungszeichenfolgen anzeigen, etc.
•    Überwachen – Der selbe Graph wie auf dem Dashboard, noch einmal im Detail
•    Konfigurieren – Hier kann man seine .NET und PHP-Version modifizieren (Standard sind .NET V4.5 sowie PHP 5.3), eigene Domänennamen vergeben, IIS-Einstellungen sowie Startdokumente verändern, usw.
•    Skalieren – Hier beginnt der Cloud-Spezifische Teil! Standardmäßig (Modus „Kostenlos“ und „Freigegeben“) werden Websites bei Azure auf einem geteilten Host ausgeführt, das heißt, dass auf einem Server mehrere Websites laufen, darunter auch meine eigene. Der Unterschied zwischen diesen beiden Modi ist, dass man pro Abonnement nur eine bestimmte Anzahl an kostenlosen Websites betreiben kann, sowie dass diese strengere Kontigente bezüglich der Nutzung haben (siehe auch den Regler „Kapazität“ darunter – diesen kann ich im Kostenlosen Modus nicht verändern). Im Modus „Reserviert“ wiederum bekomme ich meinen eigenen Server, auf dem nur meine eigenen Websites laufen (und keine anderen!). Sobald ich diesen Modus bei einer Website auswähle, werden automatisch auch alle anderen Websites, die a) in derselben Region und b) demselben Abonnement zugewiesen sind auf diesen, reservierten Server umgesiedelt. Hierbei entsteht keine Downtime! Bei reservierten Server kann ich außerdem auswählen, wie stark dieser sein soll (Anzahl der Kerne).
•    Verknüpfte Ressourcen – Hier scheinen andere, mit diesem Webserver im Zusammenhang stehende, Ressourcen, wie zum Beispiel Datenbanken, auf.

 

So weit, so gut, aber wie bekomme ich jetzt meine Website online?

Hierbei kann ich zwischen drei verschiedenen Möglichkeiten wählen: Klassisch über eine FTP-Verbindung, über TFS (Microsofts Team Foundation Service, https://tfs.visualstudio.com) oder über GIT.

Wie das aber genau funktioniert, werden ich aber erst in den nächsten Tutorials behandeln, um den Rahmen hier nicht zu sprengen.

 

Bisherige Beiträge

Teil 0: Allgemeines
Teil 1: Einführung zu Windows Azure (dieser Beitrag)
Teil 2.1: Frameworks - Joomla!
Teil 2.2: Frameworks - Typo3
Teil 2.3: Frameworks – phpMyAdmin
Teil 2.4: Frameworks – phpBB
Teil 2.5: Frameworks - MediaWiki

Und wie üblich: Solltet ihr Anregungen oder Fragen haben, so zögert nicht, mir hier einen Kommentar zu hinterlassen!

 

Ressourcen
Windows Azure Management Portal
Windows Azure Konto-Verwaltung
Team Foundation Service

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